Teerag-Asdag
Im Jahr 1852 gründete E. Pilhal im späteren 3. Bezirk und in Simmering ein Teerdestillations-, Teerprodukten- und Dachpappenerzeugungsunternehmen, welches gemeinsam mit einem solchen von Paul Hiller in Brunn am Gebirge 1878 gegründeten zum größten österreichischen Produzenten in dieser Industriesparte aufstieg. Im Jahr 1914 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In der Zwischenkriegszeit konzentrierte sich die Teerag AG für Teerfabrikate, Asphalt, Ruß und chemische Produkte auf den inländischen Markt. Der Standort im 3. Bezirk blieb erhalten und dazu durch Erwerb der Asdag Asphalt- und Dachdeckungsges.mb.H. im Jahr 1922 ein Werk in Kagran. Zudem wurde eine Holzimprägnierungsanlage und ein Sägewerk errichtet. Seit 1921 hielt die Gemeinde Wien 40% der Aktien der Gesellschaft die nunmehr bevorzugt Teer von den Wiener Gaswerken erhielten. Bis 1937 war die Gemeinde Wien Mehrheitseigentümer des Großbetriebs mit etwa 1.000 Beschäftigten. Nach dem „Anschluss“ und auch nach 1945 beteiligte sich die Gesellschaft an zahlreichen Baustoffunternehmen und Baugesellschaften und stieg zu einem der größten Bau- und Baustoffkonzernen Österreichs auf. Die Produktion wurde in Simmering konzentriert. Die Niederlassung Wien ist im Raum Wien überwiegend im Bereich Tiefbau tätig. Das Leistungsangebot reicht von Infrastrukturprojekten im Bereich Straßen- und Verkehrswegebau, über Kabel-, Kanal- und Rohrleitungsbau bis hin zu vielfältigsten Oberflächengestaltungen im privaten und öffentlichen Wohnbau.
Quellen
Literatur
- Franz Mathis: Big Business in Österreich. Österreichische Großunternehmen in Kurzdarstellungen, Wien: Verlag für Geschichte und Politik 1987, S. 309-311.