Fridolin Glass

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Fridolin Glass
Daten zur Person
PersonennameName der Person im Format Nachname, Vorname Glass, Fridolin
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens wie z.B. Pseudonyme oder Mädchennamen im Format Nachname, Vorname
TitelAkademische Titel (abgekürzt), Amtstitel, Adelstitel
Geschlecht männlich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite  56310
GNDGemeindsame Normdatei
Wikidata
GeburtsdatumDatum der Geburt 14. Dezember 1910
GeburtsortOrt der Geburt Lemberg (Galizien)
SterbedatumSterbedatum 21. Februar 1943
SterbeortSterbeort Sowjetunion
BerufBeruf Soldat, Politiker
ParteizugehörigkeitAngabe der Partei (bei PolitikerInnen) Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
EreignisEreignis, mit dem die Person in Verbindung gebracht wird Zweiter Weltkrieg
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki 
RessourceUrsprüngliche Ressource  Gedenktage-NG
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Recherche
Letzte Änderung am 14.11.2024 durch WIEN1.lanm09kka
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde
Grabstelle
BildnameName des Bildes Fridolin Glass.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Fridolin Glass

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Person erfasst!

Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft

  • Goldenes Hitlerjugend-Ehrenzeichen
  • Dienstauszeichnung NSDAP Bronze (10 Jahre)
  • Dienstauszeichnung NSDAP Silber (15 Jahre)


Fridolin Glass, * 14. Dezember 1910 Lemberg (Galizien), † 21. Februar 1943 (gefallen in der Sowjetunion), Soldat, Politiker.

Biografie

Fridolin Glass wurde am 14. Dezember 1910 als Sohn eines Berufsunteroffiziers in Lemberg, Galizien, geboren. Nach der Matura studierte er zwei Semester an der philosophischen Fakultät, gefolgt von vier Semestern Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Er war von 1930 bis 1933 Berufssoldat, dann Teilhaber an den Vereinigten Chemischen Fabriken Kreidl, Heller & Co. (arisierter Betrieb). Glass war verheiratet. Zunächst dem römisch-katholischen Glauben zugewandt, trat er nach 1938 aus der Kirche aus und galt dann laut nationalsozialistischer Diktion als "gottgläubig".

Er war ein militärischer Anführer des Juliputsches. Fridolin Glass war unter anderem Mitglied des Deutschen Turnerbundes und des Deutschen Mittelschülerbundes. Von Oktober 1929 bis Dezember 1931 war er Mitglied der Hitlerjugend, anschließend auch Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der SS. Aufgrund seiner illegalen Tätigkeit für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei wurde er 1933 aus dem Bundesheer entlassen. Er wurde inhaftiert, floh jedoch nach Deutschland.

Vom 11. Mai 1939 bis zum 31. Oktober 1939 war er Ratsherr.

Glass nahm am Zweiten Weltkrieg teil: in der Waffen-SS in Polen, Frankreich und der Sowjetunion. Am 21. Februar 1943 ist Glass in der Sowjetunion gefallen.

Siehe auch: Ratsherren (NS-Zeit) (mit Auflistung aller Ratsherren)

Quellen

Literatur

  • Maren Seliger: Scheinparlamentarismus im Führerstaat. "Gemeindevertretung" im Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Funktionen und politische Profile Wiener Räte und Ratsherren 1934-1945 im Vergleich. Wien [u.a.]: Lit-Verlag 2010, S. 826
  • Hans Schafranek: Sommerfest mit Preisschießen. Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934. Wien: Czernin Verlag 2006, S. 33–39, 228–231
  • Ulrike Felber / Peter Melichar / Markus Priller / Berthold Unfried / Fritz Weber: Ökonomie der Arisierung. Teil 1: Grundzüge, Akteure, Institutionen. Wien: Oldenbourg 2004 (Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission, 10/1), S. 111
  • Nikolaus von Preradovich: Österreichs höhere SS-Führer. Berg am See: Verlag Kurt Vowinckel 1987, S. 240–244


Fridolin Glass im Katalog der Wienbibliothek im Rathaus.

Weblinks