Frauenklinik Gersthof
48° 13' 41.28" N, 16° 19' 20.27" E zur Karte im Wien Kulturgut
Frauenklinik Gersthof (18., Wielemansgasse 28).
Frauenklinik Gersthof
Die Frauenklinik Gersthof wurde 1924 bis 1926 von den Architekten Alfred Mautner (1886–1945) und Johann Rothmüller (1882–1965) im späten Jugendstil als Entbindungsanstalt der Angestellten der Wiener Kaufmannschaft erbaut und 1926 eröffnet. 1936 erwarb der Orden der Barmherzigen Brüder die inzwischen aufgelassene Entbindungsanstalt und eröffnete am 21. September 1936 eine allgemeine Krankenanstalt, das St.-Augustinus-Krankenhaus. 1940 kam es zum Zwangsverkauf an die Gemeindeverwaltung des Reichsgaues Wien. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus für kurze Zeit als Militärspital umfunktioniert, jedoch noch vor Ende des Krieges wieder als Entbindungsanstalt geführt und in Frauenklinik Gersthof umbenannt.
Orthopädisches Krankenhaus der Stadt Wien Gersthof
Aufgrund des allgemeinen Geburtenrückganges und der dadurch sinkenden Auslastung wurde 1971 mit der Sperre von geburtshilflichen Betten begonnen und ab 1972 der Universitätsklinik für Orthopädie des Allgemeinen Krankenhauses teilweise zur Verfügung gestellt. Mit 1. Juli 1975 erfolgte die Einrichtung einer eigenen orthopädische Abteilung. Die Gynäkologische Klinik wurde in weiterer Folge aufgelassen und mit Einrichtung der 2. Orthopädischen Abteilung das Haus 1978 in Orthopädisches Krankenhaus der Stadt Wien Gersthof umbenannt.
Das Orthopädische Krankenhaus Gersthof ist seit 31. Mai 2019 geschlossen und steht seit 11. Juni 2019 als Abteilung für Orthopädie und Traumatologie im Krankenhaus Nord (seit 1. Juni 2020 Klinik Floridsdorf) zur Verfügung.
Quellen
Literatur
- Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer in vier Bänden. Band III/2: Wien: 13.-18. Bezirk. Salzburg, Wien: Residenz 1995, S. 209
- Christine Klusacek / Kurt Stimmer: Währing. Vom Ganserlberg zum Schafberg. Wien: Mohl 1989, S. 178 ff.
- Heinz Polednik: Die Barmherzigen Brüder in Österreich 1918-1977. Wels: Eigenverlag des Provinzialiates 1977, S. 32 und 41