Schuberts Sterbehaus
Schuberts Sterbehaus (4, Kettenbrückengasse 6). Am 19. November 1828, um drei Uhr nachmittags, starb Franz Schubert in diesem in seinem Todesjahr von Franz Reymund erbauten zweistöckigen Biedermeierhaus in der Wohnung seines Bruders Ferdinand (zweiter Stock, Tür 17), nachdem er ab September 1828 hier gelebt hatte (Gedenktafel über dem Hauseingang, enthüllt im November 1869). Mit Schuberts letzter Wohnung sind unter anderem die letzten Klaviersonaten D 958-960 sowie das Lied „Der Hirte auf dem Felsen" (D 965) verbunden. Das Zimmer, in dem er am 19. November 1828 starb, wurde vom Historischen Museum der Stadt Wien zu einer Gedenkstätte ausgestaltet (Eröffnung am 19. November 1954, Erweiterung 1979). 1986 wurde das Alt-Wiener Haus generalsaniert, wobei Fassaden, Fenster, Türen und das Dach erneuert, der Hof begrünt und ein verschütteter Brunnen wiederhergestellt wurden.
Literatur
- Die Schubert-Gedenkstätten der Museen der Stadt Wien. [Zsstellung u. Text: Otto Erich Deutsch ... . Katalog neu bearb. von Adelbert Schusser]. Wien: Museen der Stadt 1985
- Felix Czeike: IV. Wieden. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1979 (Wiener Bezirkskulturführer, 4), S. 26
- Helmut Kretschmer: Wiener Musikergedenkstätten. Wien: Jugend & Volk ²1990, S. 105
- (Franz Schubertʼs Sterbehaus.) In: Morgen-Post, 20.11.1869, S. (unpag.) 3