Wiener Großmolkereien

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Die Wiener Großmolkereien entstanden in Folge der 1870 erfolgten Gründung ländlicher Milchgenossenschaften. Weil der Bedarf an Milch in der Stadt Wien ständig anstieg, wurden in vielen Dörfern Milchsammelstellen mit Kühlhaus errichtet. Die Bauern lieferten dreimal täglich Milch in großen Aluminiumkannen an die Sammelstelle im Dorf und schickten sie mit dem Milchzug nach Wien. Die Genossenschaften schlossen Abnahmeverträge mit den städtischen Milchwirtschaftsbetrieben. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Vororte nach Wien eingemeindet wurden, gab es mehr als 700 Milchmeiereien in der nunmehr erweiterten Stadt, aus denen größere Michwirtschaftsbetriebe entstanden. Ausgeliefert wurde die Milch mit speziellen Pferdefuhrwerken. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kam den Milchmeiern bei der Versorgung der Wiener mit Milch eine wichtige Rolle zu.


Zu den Wiener Großmolkereien zählten die vor allem in Wien Landstraße angesiedelten Milchverarbeitungsbetriebe:

Zudem befanden sich ab 1863 in Wien weitere Betriebe die bis spätestens 1998 von der NÖM übernommen wurden.

Literatur

  • Otto Erich Deutsch, Alt-Wiener Veduten. Wien 1986.
  • Helmut Paul Fielhauer: Vom Halterhaus zur Molkerei. In: Volkskunde als demokratische Kulturgeschichtsschreibung. Wien 1987.
  • COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959.

Einzelnachweise

  1. Kalender des Molkereihofes Anton Partik 1967 Niederlassung in Währing [[1]]

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