1945 bis 1955

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Ausgabe von CARE-Paketen an tuberkulosegefährdete Kinder durch die schwedische Hilfsaktion "Rädda Barnen", 5. Juli 1948
Daten zum Eintrag



Der Zeitraum von 1945 bis 1955 war geprägt von der Alliierten Besatzung. Am 13. April 1945 endeten in Wien die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Kampf um Wien stand die Stadt zunächst unter alleiniger sowjetischer Besatzung, ab 1. September 1945 unter der gemeinsamen Besatzung durch sowjetische, US-amerikanische, britische und französische Truppen. Die Besatzung endete offiziell mit dem Inkrafttreten des Österreichischen Staatsvertrages am 27. Juli 1955, der den Abzug aller alliierten Truppen innerhalb von 90 Tagen vorsah. Zwischen 1945 und 1955 war die Souveränität österreichischer politischer Entscheidungsträger und Behörden eingeschränkt.

Siehe auch: Themenportal 1945 bis 1955.

Begrüßungsfeier der alliierten Generäle am Schwarzenbergplatz. Militärparade vor den vier alliierten Generälen, 23.8.1945

Alliierte Besatzung

Bereits bevor der Kampf um Wien zwischen Roter Armee und den Truppen NS-Deutschlands unter Beteiligung von Volkssturm und SS am 13. April 1945 beendet war, erließ am 11. April der sowjetrussische Ortskommandant einen Befehl zur „Normalisierung des täglichen Lebens". Am 17. April bestellte Generalmajor Alexej W. Blagodatow Theodor Körner zum provisorischen Bürgermeister, zu Vizebürgermeistern Leopold Kunschak (Österreichische Volkspartei (ÖVP)) und Karl Steinhardt (Kommunistische Partei Österreichs). Am 18. April bildete Körner die erste Nachkriegs-Stadtregierung.

Das Abkommen betreffend die Besatzungszonen und die Verwaltung der Stadt Wien vom 9. Juli 1945, das Memorandum des Alliierten Rates vom 11. September 1945 und das Zweite Kontrollabkommen vom 28. Juni 1946 regelte die Aufteilung Wiens in vier Besatzungszonen. Die Alliierte Kommission für Österreich hatte nach einer Übergangszeit ihren Sitz im Haus der Industrie (3., Schwarzenbergplatz 4; von April 1946 bis Juli 1956 Stalinplatz). Sie bestand aus dem Alliierten Rat, dem Exekutivkomitee und verschiedenen Abteilungen der Alliierten Kommission in Österreich. Die Aufgaben der Alliierten Kommission lagen darin, die Unabhängigkeit Österreichs von Deutschland zu gewährleisten, freie Wahlen zu ermöglichen und eine Zentralverwaltung zu errichten. Bis dies gewährleistet war, fassten die Besatzungsmächte Beschlüsse, übernahmen die Verwaltung, befassten sich mit der Frage der Reparationen, der Verwaltung von Deutschem Eigentum sowie der Entnazifizierung.

Das ehemalige Epsteinpalais bei der Bellaria, 1946. In den Jahren 1945 bis 1955 war das Gebäude der Sitz der sowjetrussischen Kommandantur.
Wachablöse vor dem Justizpalast. Britische Soldaten lösen US-amerikanische ab, 15.9.1945

Die vier Besatzungsmächte stellten eigene Alliierte Stadtkommandanten, die die Wiener Interalliierte Kommandantur (Sitz 1945-1953: Justizpalast, 1., Schmerlingplatz 10), Sitz 1953-1955: Haus der Industrie (3, Schwarzenbergplatz 4) leiteten. Sie war mit der Kontrolle und Verwaltung der Stadt betraut. Somit war auch der Alltag der Bevölkerung während der Besatzungszeit maßgeblich durch die Kontrolle der Alliierten bestimmt. Die Interalliierte Militärpatrouille mit Angehörigen der US-amerikanischen, britischen, französischen und sowjetischen Besatzungsmacht als ausführendes Organ der Kommandantur, war speziell im internationalen Sektor Wiens, dem 1. Bezirk, tätig. Die Verwaltung der Stadt durch die Alliierten wurde durch das Memorandum des Alliierten Rates und das Zweite Kontrollabkommen schrittweise abgebaut. Die Bundesregierung und die Wiener Landesregierung standen aber ebenso wie die Gesetzgebung bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 basierend auf dem Moskauer Memorandum und den darin festgelegten Schritten zur Wiederherstellung der vollen Souveränität Österreichs unter Alliierter Kontrolle.

Alliierte Stadtkommandanten. von links: Brigadegeneral Palmer (England), Brigadegeneral Noel Du Payrat (Frankreich), Generalleutnant Blagodatow (UdSSR) und Brigadegeneral Thomas E. Lewis, 15. August 1945

Die Bezirke 2, 4, 10, 20, 21 und 22 bildeten den sowjetischen Sektor, die Bezirke 7, 8, 9, 17, 18 und 19 den US-amerikanischen, die Bezirke 6, 14, 15 und 16 den französischen und die Bezirke 3, 5, 11, 12 und 13 den britischen Sektor. Die Bezirksgrenzen entsprachen dabei jenen vom 31. Dezember 1937. Die Innere Stadt wurde als interalliierter Sektor von allen vier Besatzungsmächten verwaltet, und zwar jeden Monat von einer anderen.

Darstellung Wiens in den Grenzen seit 1954 mit den farblich markierten Besatzungszonen. Rot: Sowjetunion, Grün: Großbritannien, Blau: Frankreich, Gelb: USA.

Beziehungen zu den Alliierten

Verwaltung

Die Kommunikation der Alliierten mit der Wiener Verwaltung lief über die Wiener Interalliierte Kommandantur, auf Englisch „Vienna Inter-Allied Command“ kurz VIAC. Deren Vorsitz durch einen Oberkommandierenden wechselte turnusweise. Dieser pflegte mit der Wiener Stadtverwaltung engen Kontakt, um einen reibungslosen Informationsaustausch und damit auch eine funktionierende Verwaltung zu gewährleisten. Die Kommunikation unterlag formalen Vorschriften, die auch hin und wieder zu Streitigkeiten und Missverständnissen führten. Insgesamt funktionierte die Zusammenarbeit angesichts der Komplexität der Abläufe einigermaßen gut.

Bevölkerung

Das Verhältnis der amerikanischen Streitkräfte zur Wiener Bevölkerung war generell gut. Die USA traten mit wichtigen Hilfslieferungen hervor, insbesondere etwa im Rahmen der Care-Pakete oder als Teil der Quäker-Initiativen; in den USA wurden zahlreichen Spendenaktionen für Europa ins Leben gerufen, von denen auch Österreich profitierte. Die USA engagierten sich in ihrer Zone insbesondere für Kinder sowie für von den Nationalsozialisten verfolgte Personen. Auch trug die Hilfe der USA, was die Bekämpfung von Epidemien und die Versorgung mit Medikamenten betrifft, maßgeblich zur Senkung der Säuglingssterblichkeit bei. Den Wiederaufbau unterstützten die USA mit Gerätschaften und Transportmitteln. Ebenso gestalteten sich die Beziehungen zur britischen und zur französischen Besatzungsmacht weitestgehend friktionsfrei. Schwierig erwies sich das Verhältnis zu den Angehörigen der Roten Armee. Einerseits sicherte in den ersten Nachkriegsmonaten die Rote Armee die Versorgung der Bevölkerung und half auch tatkräftig beim Wiederaufbau der Stadt mit. Andererseits war keine der Besatzungsmächte dermaßen gefürchtet, denn das Verhalten der sowjetischen Soldaten galt als unberechenbar. Es kam zu zahlreichen Beschlagnahmungen, Plünderungen und Gewalttaten, insbesondere Vergewaltigungen. Der sowjetische Geheimdienst versetzte mit Entführungen die Wienerinnen und Wiener in Angst und Schrecken. Das Verhältnis zur sowjetischen Besatzungsmacht blieb daher bis 1955 angespannt.

Kinderbewirtung durch die sowjetische Armee. Eltern und Kinder beim Essen, 7.11.1945

Wanderungsbewegungen

Schon in der Spätphase des Zweiten Weltkrieges versuchten ab dem Jahr 1944 immer mehr Menschen Wien zu verlassen. Der Wanderungssaldo von 1944 bis Ende März 1945 betrug rund -170.000. Mit dem Einsetzen der unmittelbaren Kriegshandlungen rund um Wien flüchteten weitere 200.000 Personen aus Wien, sodass im Juli 1945 mit 1,323.758 Einwohnern ein Tiefststand der Bevölkerung erreicht wurde. Zudem befanden sich im Jahr 1945 etwa 50.000 jüdische Displaced Persons in Wien. Dabei handelte es sich um aus den NS-Konzentrationslagern befreite Menschen und vor allem ungarische Zwangsarbeiter, die zu Kriegsende im Raum Wien eingesetzt wurden. Von dieser Gruppe von Displaced Persons kehrte die Mehrzahl in ihre Heimatländer zurück.

Sowjetische Soldaten führen einen Zug ungarischer Displaced Persons aus Mauthausen zurück in ihre Heimat, 13.08.1945

Bereits in den ersten Nachkriegsmonaten setzte jedoch eine Gegenbewegung ein. Durch Rückwanderer aus anderen Teilen Österreichs, den Zustrom von Flüchtlingen und befreiten Kriegsgefangenen betrug in der zweiten Jahreshälfte 1945 der Wanderungsüberschuss +270.000, 1946-1947 weitere +160.000. Zu den „Rückwanderern“ zählten auch Wiener Kinder. Die Aktion "Rückführung Wiener Kinder" nahm unmittelbar nach Kriegsende ihren Betrieb auf. Ihr Ziel war es, Kinder ausfindig zu machen, die seit Sommer 1944 im Rahmen der Kinderlandverschickung aufgrund der Bombenangriffe aus Wien evakuiert worden waren, und sie in die Stadt zurückzubringen. Die Nachkriegsjahre zählten zu jenen mit den höchsten Wanderungsüberschüssen in der gesamten Bevölkerungsgeschichte Wiens in der Zweiten Republik.

Flüchtlinge und Vertriebene

"Volksdeutsche"

Infolge des Zusammenbruchs der NS-Herrschaft in den besetzten Gebieten setzte schon vor Kriegsende ein Flüchtlingsstrom von deutschsprachigen Bevölkerungsteilen aus Ostmittel- und Südosteuropa ein, der sich infolge der Vertreibungswellen aus den befreiten Staaten nach Kriegsende weiter verstärkte. Von diesen Flüchtlingen gelangte zwar die Mehrzahl in die Besatzungszonen der Westmächte, doch erreichte eine größere Zahl auch Wien. Sie wurden zum größeren Teil in Flüchtlingslagern untergebracht. Von der kommunalen Verwaltung wurde 1946 eine Landesstelle für Umsiedlung und Flüchtlinge eingerichtet.

Ausspeisung im Flüchtlingslager im Arsenal, 16.2.1949

Jüdische DPs

Geflüchtete jüdische Displaced Persons wurden in eigenen von den Westalliierten kontrollierten Lagern streng nach Nationalitäten getrennt untergebracht. Die Lager wurden in Baracken, Kasernen, Schulen oder Hotels eingerichtet und waren als Transitstationen gedacht. Eines der bekanntesten Flüchtlingslager befand sich im Rothschildspital. Aufgrund des neu aufflammenden Antisemitismus im Nachkriegs-Osteuropa wollten jüdische Displaced Persons ab 1946 nicht mehr dorthin zurück. Zudem flüchteten aufgrund von Pogromen an die 100.000 Juden aus Polen nach Österreich, 30.000 im Jahr 1947 aus Rumänien. Ein erheblicher Teil verweilte zumindest temporär in Flüchtlingslagern der Westalliierten in Wien. Die wiedergegründete Israelitische Kultusgemeinde, mit deren Leitung Bürgermeister Theodor Körner zunächst Josef Löwenherz betraute, der in der Folge von der KPÖ-nahestehenden Personen ersetzt wurde, suchte diesen Flüchtlingen Hilfestellung zu geben.

Insasse des Flüchtlingslagers Rothschildspital bei der Lektüre, 1947

Versorgung

Die Ernährungslage im Nachkriegs-Wien war bis einschließlich 1947 durch massive Unterversorgung gekennzeichnet. In den ersten Nachkriegsmonaten versuchte die Kommunalverwaltung die Lebensmittelversorgung durch Zuteilung aus nicht geplünderten Depots einigermaßen zu gewährleisten. Die vom sowjetischen Diktator Josef Stalin angeordnete Maispende, um die Wiener Bevölkerung für den Kommunismus zu gewinnen, reichte nur für wenige Wochen und war auch von ungenügender Qualität. Die wöchentliche Zuteilung pro Verbraucher betrug anfangs ein halbes Kilo Brot. Die Verteilung erfolgte durch das am 15. April 1945 reaktivierte städtische Ernährungsamt zunächst noch mit Hilfe von Reichslebensmittelkarten. Die Lebensmittelkarten wurden an Hausbevollmächtigte übermittelt, die Verrechnung mit Lebensmittelabgabestellen vorgenommen. Von diesen existierten 1947 rund 15.500 Kleinhandelsbetriebe, rund 400 Großhandelsbetriebe und rund 200 Kranken und Wohlfahrtsanstalten. Von Juni 1945 bis 22. September 1945 übernahm die sowjetische Besatzungsmacht die Verteilung, dann übergab sie diese an die städtische Verwaltung. Die ausgegebenen Lebensmittel bestanden bis zum Herbst 1945 vorrangig aus Hülsenfrüchten, im Frühjahr 1946 aus Fleischgemüsekonserven, im Sommer 1946 aus Salzfischen, manchmal nur aus Fischkonserven oder Haferflocken. Die Hilfsgüter stammten bis Ende März 1946 aus Beständen der Alliierten, ab 5. April 1946 von der österreichischen Kommission der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA). Die UNRRA-Hilfslieferungen wurden mit 31. März 1947 offiziell beendet, doch erhielt Österreich dank der Hilfe des US-Außenministeriums aus Restbeständen noch zusätzliche Waren zugewiesen.

Wochenration, 1945

Das Überleben war in den ersten Monaten nur durch Versorgung über den Schwarzmarkt, durch persönliche Beziehungen zu bäuerlichen Produzenten („Hamstern“) oder durch Kontakte zur Roten Armee möglich. Entsprechend schnellten Säuglings- und allgemeine Sterblichkeit in die Höhe. Die Sterblichkeitsraten sanken schon ab 1946 rasch, was maßgeblich auf Ausländische Hilfsaktionen zurückzuführen war. Heranwachsende Kinder im schulpflichtigen Alter traf die Unterversorgung besonders schwer. 1946 galten 32% als hochgradig und weitere 38% als mäßig unterernährt. Für Schulkinder wurden mit Hilfe der westlichen Besatzungsmächte und skandinavischer Länder (Dänemark, Schweden) ab 17. September 1945 Schulausspeisungen durchgeführt. Auch in den Ferien blieben die Ausspeisestellen geöffnet, selbst während der Kälteferien im außerordentlich strengen Winter 1946/47. Eine Mahlzeit enthielt etwa 400 Kalorien.

Schüleressen, anlässlich einer Spende der CARE-Mission und aus der Mennonitenspende, 23.03.1949

Eine wichtige Rolle spielten auch Hilfsaktionen verschiedener internationaler Organisationen, darunter insbesondere die internationale Quäkerhilfe. Sie organisierte die Verteilung von Hilfspaketen, übernahm Patenschaften für Kleinkinder und betrieb eine Ausspeisung für die ältere Bevölkerung. Im kollektiven Gedächtnis der Wiener Bevölkerung am stärksten haften blieben die Care-Pakete. Dabei handelte es sich um Lebensmittelpakete aus den Vereinigten Staaten, die von der 1946 gegründeten Cooperative for American Remittances to Europe (C.A.R.E.) an Empfänger in zahlreichen europäischen Ländern geschickt wurde.

Care-Pakete, Beginn der Aktion, Juli 1946

Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln bildete auch die Energieversorgung im Nachkriegswien ein zentrales Problem. Im Zuge des Kampfs um Wien war sie Anfang April 1945 völlig zusammengebrochen. Strom und Gas standen nicht mehr zur Verfügung, stattdessen wurden Kohlenvorräte wurden geplündert und Holz im Wienerwald gesammelt. Nach der Wiederherstellung einigermaßen geordneter Verhältnisse wurden Gas und Strom rationiert. Besonders kritisch wurde die Energieversorgung in den Nachkriegswintern 1945/46 und 1946/47. Zwar stieg das Stromverbrauchsvolumen bis Mitte 1946 wieder auf den Vorkriegswert, eine Kältewelle am Anfang des Jahres 1947 erzwang jedoch erneut die Rationierung auf eine halbe Kilowattstunde. Die strengen Nachkriegswinter veranlassten das städtische Wohlfahrtsamt 41 Wärmestuben in Betrieb zu nehmen, die von 14 bis 21 Uhr offenstanden und in denen auch heiße Getränke verabreicht wurden.

Wärmestubenaktion der Gemeinde Wien (1946)

Gesundheitliche und sanitäre Lage

Die Gesundheitliche und sanitäre Versorgung war in den ersten Nachkriegsmonaten katastrophal. Unmittelbar nach Kriegsende brachen in Wien Ruhr-, Paratyphus- und Typhusepidemien aus. Die größten Opferzahlen forderte die Ruhr, wozu auch die mangelhafte Wasserversorgung beitrug. Die Wasserversorgung konnte allerdings nach wenigen Monaten wieder voll hergestellt werden. Durch Typhusimpfungen und des massiven Einsatzes von Desinfektionen mit DDT gelang es noch im Lauf des Jahres 1945 eine größere Ausbreitung dieser Epidemien zu verhindern.

Amerikanische Besatzungsbehörden stellen wegen Seuchengefahr während der Hochwasserkatastrophe 1954 Impfstoff gegen Typhus zur Verfügung. Übergabe der Kisten, 17.07.1954

Mit der schlechten sanitären und der Ernährungslage verbunden war auch ein drastischer Anstieg der Tuberkulose. Bereits 1946 und in den Folgejahren sank die Tuberkulosesterblichkeit jedoch rasch.[1] Die Zahl der Neuerkrankungen an aktiver Tuberkulose, die bis 1947 angestiegen war, sank bereits 1950 auf weniger als 50% des Ausgangsniveaus. Dazu trug nicht zuletzt die Arbeit der Tuberkulosestationen in den Krankenhäusern bei.

Calmette-Schutzimpfungen im Kindergarten 15., Siebeneichengasse 15, 22. Dezember 1949

Beim Kampf um Wien waren etwa 6.500 Personen gefallen, die nur notdürftig beerdigt worden waren. Die sowjetische Besatzungsmacht drängte auf Exhumierungen, doch mangelte es an Särgen, weshalb erst im Frühjahr 1946 damit begonnen werden konnte. Die Bevölkerung wurde bei der Identifizierung der Leichen miteingebunden. Die Exhumierungen setzten sich 1947 fort.

Grab auf der Straße in der Nähe des Gürtels, 1945

Vor allem in den ersten Nachkriegsmonaten kam es zu zahlreichen Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten. Parallel dazu führte der Anstieg der Prostitution zu einer drastischen Zunahme von Geschelechtskrankheiten, die in der Heilanstalt Klosterneuburg behandelt wurden. Allerdings bestand in den ersten Nachkriegsmonaten ein eklatanter Medikamentenmangel - insbesondere in den Krankenhäusern. Von diesen waren manche durch Bombenangriffe beschädigt, manche von den Alliierten für eigene Zwecke beschlagnahmt worden.

Entnazifizierung und Restitution

Von den alliierten Besatzungsmächten und der österreichischen Behörden wurden Maßnahmen getroffen, um gegen nationalsozialistisches Gedankengut, Anhängerinnen und Ahängern des Nationalsozialismus sowie ehemalige Mitglieder der NSDAP vorzugehen. Im Gegensatz zu Deutschland erfolgte die Entnazifierung allerdings ausschließlich auf Basis der Vorgaben der österreichischen Behörden. Kurz nach der Konstituierung der provisorischen österreichischen Regierung erließ diese das Verbotsgesetz (8. Mai 1945) und das Kriegsverbrechergesetz (26. Juni 1945). Das Verbotsgesetzt bildete die Rechtsgrundlage für die Registrierung und Behandlung von Mitgliedern der NSDAP. Von der Registrierungspflicht waren auch Parteiangehörige der NSDAP betroffen, die nicht durch das Kriegsverbrechergesetz verfolgt wurden. Bis August 1947 wurden 108.405 Personen, davon 77.134 Männer, registriert. Von den in Wien registrierten Personen reichten 91.010 Einsprüche ein. Ein Wirtschaftssäuberungsgesetz folgte am 12. September 1945.

Die Umsetzung der Entnazifizierung entfiel auf mehrere Phasen. In der Militärischen Sicherheitsphase (April-Juni 1945) erfolgten Verhaftungen von Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen vor allem durch die sowjetische Besatzungsmacht. Von Juni 1945 bis Februar 1947 liefen unter Kontrolle der Alliierten die Maßnahmen zur Entnazifizierung durch die österreichischen Behörden an, die hauptsächlich auf der Basis österreichischer Gesetze wie dem Verbotsgesetz, dem Kriegsverbrechergesetz und dem Wirtschaftssäuberungsgesetz erfolgten. Eine verpflichtende Registrierung von Nationalsozialisten in Wien wurde vorgeschrieben. Um die Gesetze umzusetzen, wurde neben anderen das Volksgericht Wien als Sondergericht beim Landesgericht geschaffen, das jeweils mit zwei Berufsrichtern und drei Schöffen urteilte. Zusätzlich zum Volksgericht Wien bestanden Alliierte Gerichte, die sich mit nationalsozialistischen Verbrechen auseinandersetzten. In der dritten Phase der Entnazifizierung von Februar 1947 bis Mai 1948 verwässerte beziehungsweise verzögerte das lange erwartete Nationalsozialistengesetz vom Februar 1947 bereits die Verfolgungsmöglichkeiten, sowohl bei gerichtlichen Verfahren wie auch im zivilen Bereich. Ab 1948 kam es zu verschiedenen Amnestien, darunter die "Minderbelastetenamnestie", von der etwa 90% aller registrierten Nationalsozialisten profitierten. Die Volksgerichte wurden 1955 nach dem Abschluss des österreichischen Staatsvertrags und dem Abzug der Besatzung durch das Verfassungsgesetz vom 20. Dezember 1955 aufgehoben und die Verfolgung von NS-Verbrechen an die Landesgerichte übertragen.

Im Wiener Magistrat und den Unternehmungen der Stadt Wien wurden im August 1946 7.216 Bedienstete als Illegale Nationalsozialisten entlassen, weitere 2.607 Personen wurden durch Pensionierung, Kündigung oder Entlassung ausgeschieden.[2] Gesetzliche Grundlage für eine zu bildende Sonderkommission schuf die Verbotsgesetznovelle vom 15. August 1945. Im Mai 1947 wurden bei 54.649 Bediensteten der Gemeinde Wien 4.322 registrierungspflichtige Personen genannt, die einer Prüfung durch diese Sonderkommission unterlagen. Bis Ende 1947 wurden weitere über 1.000 Personen aus politischen Gründen entlassen.

Der Restitution diente die Vermögens-Entziehungs-Anmeldeverordnung (VE-AV), die sogenannte Ariseure verpflichtete, entzogene Vermögen von primär jüdisch Verfolgten des NS-Regimes anzumelden. Zudem konnten auch Geschädigte bzw. deren Nachkommen entzogenes Vermögen melden. Die Restitution blieb jedoch unvollständig und unzureichend – teils, weil das entzogene Vermögen während der NS-Zeit mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, wodurch Ariseure finanzielle Gegenforderungen geltend machen konnten, teils, weil die zuständigen heimischen Behörden häufig zugunsten der Vermögensentzieher entschieden.

Opfer des NS-Terrors

Aufgrund der angespannten Wohnungssituation aber auch mangelnder Durchsetzung von Maßnahmen gegen "Ariseure" befanden sich viele KZ-Überlebende in einer prekären Situation. Viele Überlebende der Shoah kamen nur in Flüchtlingslagern unter. Sie waren dort alles andere als gut versorgt, erweckten aber dennoch den Neid der übrigen Bevölkerung. Das ehemalige Rothschildspital am 18., Währinger Gürtel, das im Krieg schwer beschädigt worden war, beherbergte über die Jahre bis 1952 zigtausende jüdische Flüchtlinge. In 9., Alserbachstraße 23 befand sich ein Flüchtlingslager für ehemalige jüdische KZ-Insassen und -Insassinnen. Zu der Erfassung von jüdischen und nichtjüdischen Opfern des NS-Terrors wurde im Rathaus eine Zentralregistrierungsstelle eingerichtet, die bereits im Juni rund 10.000 Personen erfasst hatte. Die Stelle war bis Marz 1946 aktiv, weitere Opfer von der Volkssolidarität registriert. Im Rahmen der Opferfürsorge erhielten Geschädigte ab 1947 Entschädigungen und Rentenzahlungen.

Kulturleben

Der Wiener Kulturbetrieb war in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs stark eingeschränkt. Durch die Bombardierungen und Kampfhandlungen kam es zu zahlreichen schwerwiegenden Zerstörungen. So war etwa das Burgtheater bei Luftangriffen schon zu Schaden gekommen, bevor es im April 1945 Feuer fing. Am 12. März brannte nicht nur die Staatsoper ab, auch die Hofburg, der Stephansdom, das Volkstheater und das Kunsthistorische Museum wurden beschädigt. Der Wiederaufbau ging nach Kriegsende rasch vonstatten. Theater, Kinos und Bibliotheken standen der Bevölkerung bald wieder offen. Schon zwei Wochen nach Ende der Kampfhandlungen gaben die Wiener Philharmoniker ein Festkonzert unter der Leitung von Clemens Krauss. Am 1. Mai 1945 nahm die Staatsoper im Gebäude der Volksoper ihren Betrieb wieder auf, ab Oktober 1945 diente das Theater an der Wien als Ausweichquartier. Das Burgtheater wich auf das ehemalige Varieté Ronacher aus. Noch im Mai 1945 nahmen auch das Theater in der Josefstadt, das Raimundtheater, das Volkstheater und das Akademietheater ihren Betrieb wieder auf. Die für die Nachkriegszeit typischen Probleme waren vielfältig: Strommangel führte dazu, dass die Beleuchtung gedimmt werden musste, Dekorativ-Beleuchtung war Anfang 1946 noch gänzlich untersagt. Im Winter 1946/47 mussten Theater und Kinos vorübergehend komplett gesperrt werden. Wenig überraschend brachen durch diese Maßnahmen Besucherzahlen und Umsatz ein. Noch im Spätherbst 1947 sprachen die Theaterdirektoren bei Bürgermeister Körner vor, da sie mangels Brennmaterial den Betrieb nicht aufrechterhalten konnten. Dazu kamen die von den Alliierten festgelegten Sperrstunden. Ab Juli 1946 durften Kulturstätten bis 23 Uhr geöffnet haben.

Wiederaufbau der Staatsoper (1950)

Die Alliierten sowie die neue, demokratische Stadtregierung versuchten durch verschiedene kulturpolitische Maßnahmen der erfolgten NS-Ideologisierung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Dabei ging es den Sowjets um eine Begeisterung für den Kommunismus, den Westmächten um die Demokratisierung und Hinwendung zum westlichen Lebensstil. Die Präsenz der Besatzungstruppen schlug sich wenig überraschend auch im Programm nieder, Stücke und Filme aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion standen oftmals auf dem Spielplan.

Amerika-Haus / US-Information Center) in (1., Kärntner Straße 38)

In der Kunstszene der Nachkriegszeit wurden zum Teil Entwicklungen die im westlichen Ausland schon deutlich früher stattgefunden hatten nachvollzogen. In der Malerei dominierte der Expressionismus, wobei eine Gruppe junger Künstler wie Ernst Fuchs, Arik Brauer oder Wolfgang Hutter in Ansätzen die spätere Wiener Schule des phantastischen Realismus vorbereiteten. In der Literatur dominierten neben Heimito von Doderer zunächst noch Traditionalisten wie Alexander Lernet-Holenia oder Max Mell, die die Werte des christlichen Abendlandes verteidigten, während in der jüngeren Generation Ingeborg Bachmann Ilse Aichinger oder Milo Dor die Avantgarde bildeten. Die erste österreichische Filmpremiere fand am 26. August 1946 statt. Der Film "Schicksal in Ketten" behandelte ein Eifersuchtsdrama im Heimkehrermilieu.

Die kommunale Kulturpolitik der Nachkriegszeit wurde sehr stark von einzelnen Persönlichkeiten wie dem Stadtrat für Kultur und Volksbildung Viktor Matejka geprägt. Matejka, der schon am 20. April 1945 in die Funktion eines Stadtrats der provisorischen Gemeinderegierung berufen worden war, rief am 10. Oktober 1945 vertriebene Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem offenen Brief zur Rückkehr nach Österreich auf. Es gelang ihm einzelne Remigrantinnen und Remigranten - wie etwa Oskar Kokoschka, Berthold Viertel oder Paul Schick - nach Wien zurückzuholen oder jedenfalls für das Wiener Kulturleben zu gewinnen. Unter den Rückkehrern bildeten einige die Künstlerische Avantgarde der Nachkriegszeit. Zu ihnen zählte Bronislaw Teichholz, Edgar Jené oder Leopold Wolfgang Rochowanski. Außerdem veranlasste Matejka die Gründung des Wiener Kulturfonds und den Wiederaufbau der Volkshochschulen. In seinem Bemühen wurde er aber von den anderen Gemeinderatsparteien nicht unterstützt. Als Vertreter der KPÖ musste Matejka 1949 seine Stadtratsposten räumen.

Wiederaufbau

Obwohl der Kampf um Wien vergleichsweise kurz gedauert hatte, befand sich die bauliche Infrastruktur nach Kriegsende in einem katastrophalen Zustand. Rund 850.000 Kubikmeter Schutt lagen auf den Straßen und es bestanden zahlreiche Bombentrichter. 135 Brücken waren beschädigt oder zerstört worden. Schäden bestanden bei Strom-, Gas- und Telefonleitungen sowie bei Kanälen. 36.851 Wohnungen waren vollkommen zerstört, 50.042 konnten aufgrund ihrer Schäden nicht mehr benützt werden. Zudem wurde eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Gebäuden und Wohnungen von den Alliierten für eigene Zwecke beschlagnahmt (Siehe Karte "Topografie der Alliierten Besatzung"). Die Wohnungssituation stellte nach dem Krieg deshalb eine der zentralen Herausforderungen der Verwaltung Wiens dar.

Russisches Quartier in einem beschlagnahmten Haus, 1946

Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit fand unter schwierigen Rahmenbedingungen statt. Während große Beschädigungen nur durch von den Alliierten zur Verfügung gestellten Lastkraftwagen, Bagger und Kränen beseitigt werden konnten, wurden für die Beseitigung von Schutt auch immer wieder zwangsweise Zivilisten, in erster Linie belastete Nationalsozialistinnen, herangezogen. Durch die Bilder Schutt räumender Frauen entstand der Mythos der „Trümmerfrauen“ ohne die der Wiederaufbau nicht möglich gewesen wäre. Der Wiederaufbau von Häusern und Wohnungen wurde aus den Mitteln des Wiederaufbaufonds finanziert, der aus Wiederaufbauanleihen gespeist wurde. Mit der Errichtung der Per-Albin-Hansson-Siedlung-West im 10. Bezirk wurde 1947 auch das kommunale Wohnbauprogramm wieder aufgenommen. Bis 1956 wurden rund 50.000 neue kommunale Wohnungen errichtet.

Übergabe von Lastautos an die Gemeinde Wien, erste Teillieferung von 1000 Wagen der britischen Besatzungsmacht, April 1946

Die Schulen im Nachkriegs-Wien waren besonders unmittelbar nach Kriegsende von Mangel geprägt. Viele Gebäude waren zerstört oder beschädigt und konnten nicht beheizt werden, das Inventar war großteils vernichtet oder gestohlen. Die Schülerinnen und Schüler waren unterernährt. Zugleich nahm die Zahl der Schulkinder bis 1954 kontinuierlich zu. Ab 1948 investierte die Stadt in den Bau moderner Schulen. Für ältere Jugendliche wurde 1945 die Aktion Jugend am Werk ins Leben gerufen. Diese bot Nachschulungen für 14- bis 18-jährige an, die aufgrund der Kriegsereignisse kein Abschlusszeugnis erlangen konnten. Jugend am Werk sorgte auch für Beschäftigung in Kursen und Lehrwerkstätten.

Aufnahme aus der Zentrale von Jugend am Werk, Oktober 1953

Siehe auch

Quellen

Literatur

  • Isabella Ackerl/Hans Vasek: Österreichs Wiedergeburt. Wien 1995
  • Irene Bandhauer-Schöffmann: Heimkehrer. In: Historicum. Zeitschrift für Geschichte, Sommer 1996, 29-34.
  • Siegfried Beer: Wien in der frühen Besatzungszeit. Erkundenungen des US-Geheimdienstes OSS/SSU im Jahre 1945. Eine exemplarische Dokumentation. In: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 51 (1995), S. 35-92.
  • Besatzung in Österreich. Beiträge zur historischen Sozialkunde 2/95
  • Gustav Bihl: Wien 1945-2005. Eine politische Geschichte. In: Peter Csendes/Ferdinand Opll (Hg.): Wien. Geschichte einer Stadt. Band 3. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2006, S. 545-650.
  • Peter Csendes: Der Übergang zur demokratischen Kommunalverwaltung 1945. In: Wiener Geschichtsblätter 30 (1975), S. 236-240.
  • Felix Czeike: April und Mai 1945 in Wien. Eine Dokumentation. In: Wiener Geschichtsblätter 30 (1975), S. 221-236.
  • Michael Dippelreiter: Wien in der ersten Hälfte des Jahres 1945. In: ders. (Hg.), Wien. Die Metamorphose einer Stadt. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg Band 6/9. Wien/Köln/Weimar 2013, S. 11-38.
  • Karl Fischer: Die Vier im Jeep. Die Besatzungszeit in Wien 1945-1955. Wien: Wiener Stadt- und Landesarchiv 1985 (Wiener Geschichtsblätter, Beiheft 1/1985)
  • Ela Hornung/Margit Sturm: Stadtleben. Alltag in Wien 1945 bis 1955. In: Österreich 1945-1955. Gesellschaft, Politik, Kultur. Hg. von Reinhard Sieder, Heinz Steinert, Emmerich Tálos. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik 1995 (Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik, 60), S. 54-67.
  • Jürgen Hörmann, Die Ernährungs- und Versorgungslage in Wien, Ottakring in der Erinnerung von Zeitzeugen (ungedr. phil. Diss.), Wien 2009.
  • Magistrat der Stadt Wien (Hg.): Jahrbuch der Stadt Wien 1952-1955. Wien 1953-1956
  • Magistrat der Stadt Wien (Hg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien NF 7-12 (1943-1951), Wien 1948-1952
  • Magistrat der Bundeshauptstadt Wien (Hg.): Die Verwaltung der Bundeshauptstadt Wien 1945-1949, Wien 1949-1951
  • Ferdinand Opll (Hg.): Wie Phönix aus der Asche. Wien von 1945 bis 1965 in Bilddokumenten. Wien: echomedia 2010
  • Andrea Petö: Stimmen des Schweigens. Erinnerungen an Vergewaltigungen in den Hauptstädten des "ersten Opfers" (Wien) und des "letzten Verbündeten" Hitlers (Budapest) 1945. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 47 (1999), S. 892-913.
  • Oliver Rathkolb: Besatzungspolitik und Besatzungserleben in Ostösterreich vom April bis August 1945. In: Manfried Rauchensteiner/Wolfgang Etschmann (Hg.): Österreich 1945. Ein Ende und viele Anfänge. Forschungen zur Militärgeschichte 4. Graz/Wien/Köln: Styria 1997
  • Manfried Rauchensteiner: Kriegsende und Besatzungszeit in Wien 1945-1955. In: Wiener Geschichtsblätter 30. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1975
  • Manfried Rauchensteiner: Die Wiener Interalliierte Kommandantur 1945-1955. In: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 34 (1978), S. 390-422.
  • Ulrike Renner: Wienkultur 1945-1995. In: Michael Dippelreiter (Hg.), Wien. Die Metamorphose einer Stadt. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg Band 6/9. Wien/Köln/Weimar 2013, S. 283-334.
  • Adolf Schärf: April 1945 in Wien. Wien: Verlag der Wiener Volksbuchhandlung 1948
  • Barbara Stelzl-Marx: Die sowjetische Besatzung Österreichs 1945-1955. Zur militärischen Struktur und Verwaltung. In: Stefan Karner/Gottfried Stangler (Hg.): "Österreich ist frei!". Der Österreichische Staatsvertrag 1955, Horn/Wien: Verlag Berger 2005, S. 65-72.
  • Barbara Stelzl-Marx: Stalins Soldaten in Österreich. Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945-1955. Kriegsfolgen-Forschung 6. Wien/München: Oldenbourg 2012
  • Kurt Stimmer: Wien 2000. Wiens kommunale Entwicklung seit 1945. Wien: Schmid Verlag 1999
  • Gerhard Wagner: Traurig, grausam, humorlos - Das Wien der Nachkriegszeit in Graham Greenes und Carol Reeds Film Der dritte Mann. In: Heidi Beutin (Hg.): Dann gibt es nur eins. Von der Notwendigkeit Frieden zu gestalten, Frankfurt/M.: Campus 2008, S. 219-230.
  • Karl Ziak (Red.): Wiedergeburt einer Weltstadt. Wien 1945-1965. Wien/München: Verlag für Jugend und Volk 1965

Referenzen

  1. Ermar Junker, H. Klima, Die Entwicklung der Tuberkulose in Wien seit dem zweiten Weltkrieg. In: Der Tuberkulosearzt 16 (1962), S. 159-161.
  2. Wiener Zeitung vom 21.12.1946